Nähbuch-Test: „Kissenkult – Lieblingskissen selber nähen“

Ohje, schon so lange her, dass ich das letze Mal gebloggt habe. Und warum? Weil ich in meiner knappen Freizeit einfach viel zu sehr damit beschäftigt war, rechtzeitig ein paar Sommerklamotten fertig zu bekommen, bevor es in den Urlaub ging. Ja, während andere noch der schönsten Zeit im Jahr entgegenfiebern, sitze ich nun bestens entspannt, gebräunt und mit hoffentlich noch einigen Sommerwochen vor mir vor dem Computer.

Doch statt T-Shirts und Shorts gibt es heute einen weiteren Beitrag aus meiner Serie „Nähbuch-Tests“. Ausgewählt habe ich diesmal „Kissenkult – Lieblingskissen selber nähen“ von Yvonne Jahnke vom Blog Leni Pepunkt (Edition Michael Fischer, 9,99 Euro).

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Das sind die Nähprojekte

Im Buch sind 15 verschiedene Kissenarten zu finden, vom Sitzkissen über die Nackenrolle bis zum Kirschkernkissen.

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Geeignet sind sie für die eigene Couch aber auch fürs Kinderzimmer. Witzig sind jene Exemplare, bei denen die Form eben nicht traditionell rechteckig ist, wie beispielsweise die Gitarren-, das Anker- oder auch die Buchstabenkissen.

Auch wenn ich mich nun nicht selbst auf einem Kissen sehen muss, finde ich die Idee originell, ein Portrait von sich oder von Familienmitgliedern auf Transferfolie zu drucken und das Bild dann auf den Stoff zu bügeln. Das habe ich so noch nirgends gesehen.

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Dem Buch sind die Schnittmuster begeigefügt – definitiv ein Plus und für mich ein Muss. Wer hat schon Lust, zum Vergrößern in den Copyshop zu rennen oder sich den Schnitt herunterzuladen und auszudrucken, wenn er ein Buch kauft?

Der Nähtest

Besonders angetan hat es mir das „fruchtige Apfelkissen“. So süß!

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Jeder Schritt wird anhand eines Fotos und eines Anleitungstextes erklärt. Es ist mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad drei ausgewiesen, wobei ich sagen würde, dass es auf jeden Fall für Anfänger geeignet ist, auch aufgrund der guten Erklärungen. Die größte Anstrengung dürfte wohl sein, Rundungen zu nähen. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Ich denke, es eignet sich gut als Geschenk für kleinere Kinder.

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Der Schwierigkeitsgrad

„Kissenkult“ ist ein absolut für Anfänger geeignetes Nähbuch. Bei einem Kissen kann man schließlich im Gegensatz zu mancher Tasche oder manchem Kleidungsstück wenig falsch machen. Zudem sind die Erklärungen detailreich, viele Fotos veranschaulichen die einzelnen Schritte. Fortgeschrittene finden hier und dort noch eine neue Inspiration.

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Die erklärten Nähtechniken

Auf zwei Doppelseiten werden zu Anfang die Grundausstattung und die Nähtechniken erläutert, sprich der Matratzenstich, das Versäubern und das Applizieren.

Weitere Nähkniffe – wie das Anbringen einer Paspel, eines Reißverschlusses oder der Hotelverschluss – werden gezeigt, wenn sie bei einem bestimmten Exemplar umgesetzt werden. Von daher kann man sich einzelne Techniken rausgreifen, wenn das Kissen im Buch nicht so gefällt und man eine andere Idee im Kopf hat.

Kaufen – ja oder nein?

Wie das immer so ist bei Nähbüchern: Es gibt Projekte daraus, die einem so gut gefallen, dass man das Buch kauft und andere, von denen man sofort weiß, dass man sie nie umsetzen wird. So ist das auch bei „Kissenkult“. Den Apfel musste ich einfach nachmachen. Jedoch werde ich wahrscheinlich kaum Stoff mit Farbspritzern und einem „relax“-Schriftzug versehen, um daraus einen Bezug für einen Schaumstoffwürfel zu machen. Ist einfach Geschmackssache.

Wer gerade mit dem Nähen gestartet ist und einige einfache und originelle Ideen sucht, wird hier gewiss fündig und kann einiges lernen. Insofern ist das Buch keineswegs ein Reinfall und für knapp zehn Euro sein Geld wert. Wer aber nur einmal eben rechteckige Exemplare mit oder ohne Reißverschluss nähen will, bei denen der Stoff allein schon der Hingucker ist, der findet diese Basics auch gratis im großen, weiten Netz erklärt.

Weitere Nähbuch-Tests:

Miriam Dornemann: Tolle Taschen selbst genäht

Mme ZsaZsa: “Rock-Festival”

Susanne Bochem: “Mama-Baby-Nähbuch”

Verlinkt zu: Creadienstag

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