Babybadetuch mit Kapuze nähen

Was lässt sich ruckzuck nähen und ist ein hübsches DIY für Babys? Na klar, ein Kapuzenhandtuch. Für mein Exemplar habe ich nicht einmal zwei Stunden zum Anfertigen benötigt. Verschiedene Tutorials für solche Badetücher – beispielsweise mit aufwendigen Applikationen oder komplett doppellagig – gibt es mit ein wenig Suche im Netz, daher hier nur eine Kurzanleitung, wie ich das Handtuch genäht habe.

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Material:

  • 80 cm Frottee (normale Stoffbreite)
  • 30 x 30 cm großes Stück Baumwoll-Webstoff (bei mir mit Tiermotiv)
  • 4 m Schrägband
  • eine kleine Untertasse

Stoffe vorwaschen:

Es empfiehlt sich, die Stoffe so vorzuwaschen wie sie später in die Waschmaschine und gegebenenfalls den Trockner kommen. Ich beschränke mich bei diesem Handtuch auf 40 Grad, da 60 Grad für den Webstoff zu viel sind. Das Schrägband habe ich vorab lose aufgewickelt in heißes Wasser gelegt, damit es gefaltet bleibt, es an der Luft trocknen lassen und vor dem Nähen gebügelt.

Anleitung:

  1. Aus Frottee habe ich ein 80 x 80 cm großes Stück ausgeschnitten sowie ein Dreieck, das die Kapuzenvorderseite bilden wird. Die beiden Dreiecks-Seiten, die im 90-Grad-Winkel aufeinanderstoßen und später an der Außenkante des Handtuchs liegen werden, sind je 28 cm lang. Die dritte Seite ist dann um die 39,5 cm lang.
  2. Aus Baumwoll-Webstoff habe ich das Dreieck ebenfalls in dieser Größe ausgeschnitten.
  3. Mithilfe einer kleinen Untertasse und einem Rollschneider habe ich die vier Ecken des späteren Handtuchs abgerundet.
  4. Frottee- und Webstoff-Dreieck werden nun links auf links aufeinandergelegt und an allen Seiten knappkantig mit großer Stichlänge aneinander geheftet. So kann später nichts verrutschen.
  5. Die lange Dreiecksseite wird mit Schrägband eingefasst.
  6. Das Dreieck auf eine der vier Ecken auf die rechte Seite des Frottee-Quadrats legen, der Webstoff schaut nach oben. Das Handtuch rundherum mit Schrägband einfassen. Fertig!

 

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Baby-Geschenke zur Geburt

Näht ihr oft für andere? Ich hin und wieder, aber meist bleibt mir zum Nähen so wenig Zeit, dass ich es etwas beschränke. Bei Geschenken zur Geburt mache ich aber gerne eine Ausnahme. Schließlich hat man dabei auch monatelang vorher Zeit, eine Kleinigkeit selbst anzufertigen. Die Babyhose von Klimperklein habe ich für den eigenen Nachwuchs oft genäht und fand sie super bequem für Babys.

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In meinem Freundeskreis sind kürzlich ein Junge und ein Mädchen zur Welt gekommen und was läge näher, als diese Basic-Hose zu nähen? Beide sind in Größe 68, so dass sie hoffentlich eine Zeitlang passen. Am Bauch und an den Füßen befinden sich Bündchen, die umgeschlagen werden können. So wächst die Hose etwas mit. Ansonsten besteht sie aus zwei Beinteilen (Jersey), für Nähanfänger absolut geeignet.

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Bei den Shirts musste ich allerdings passen. Die Halsbündchen bekomme ich leider nicht immer gut hin, deshalb habe ich versucht, passend ein Oberteil zu finden. Nicht so leicht! Vor allem nicht für Mädchen. Ich frage mich wirklich, wie Mädels-Mütter das machen, wenn sie für ihr Kind Klamotten suchen, in denen weder Rosa noch Pink noch Lila enthalten ist?

Ganz nett als Geschenk finde ich auch den Elefantenschnitt von Birch Fabrics. Gibt es kostenlos inklusive Tutorial auf dieser Seite. Ich habe noch eine kleine Rassel hineingetan, die Ohren sind aus einlagigem Vlies.

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Und Windeltäschchen finde ich auch sooo praktisch. Die verschenke ich ebenfall gerne. Habt ihr noch weitere Tipps für Babygeschenke? Ich freue mich auf euren Kommentar!

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Nähbuch-Test, die Erste!

Schon länger habe ich geplant, auf meinem Blog Nähbücher zu besprechen. Es gibt einige Werke, die ich immer wieder hervorkrame, um Inspiration zu finden oder Hinweise, wie ich technisch etwas umsetzen kann. Oder ich nähe einfach nach, die einfachste Variante von allem.

Vor kurzem habe ich bei einem Sew Along mehrere Bücher gewonnen und eines davon möchte ich euch heute vorstellen: Das „Mama Baby Nähbuch – Mehr als 35 Nähprojekte für ein gutes Bauchgefühl“ von Susanne Bochem (Edition Michael Fischer). Einfach so rezensieren möchte ich allerdings nicht, bei jeder Buchbesprechung stelle ich euch ein Projekt vor, das ich nachgenäht habe, sozusagen als Test.

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Der erste Eindruck

Aufgrund der schönen Stoffauswahl (retro-angehaucht) macht es schon allein Freude, das Buch durchzublättern und es sind einige Objekte darin, die ich sicherlich noch nähen werde. Toll finde ich zum Beispiel das Mobile von der Titelseite oder eine Art Wandbild aus Stoffen im Patchworkstil mit Taschen und Bändern. Praktisch ist, dass an manchen Schnitten Empfehlungen für Abwandlungen gegeben werden. So ist der Wandbehang in einer anderen Größe auch als Spieldecke oder Kissen denkbar.

Kleines Manko: Es fehlt ein extra Schnitt-Teil. Die Vorlagen müssen zum Teil größer kopiert werden. Also steht erst einmal der Gang zum nächsten Copyshop an. Bei vielen Nähprojekten wie der Mutterpasshülle, sind allerdings auch nur rechteckige Teile nötig und die Maße in Skizzen angegeben. Das reicht natürlich vollkommen aus.

Das sind die Nähprojekte

Insgesamt sind es – wie der Titel schon besagt – 35. Anleitungen gibt es für verschiedene Bänder (z.B. Schlüsselbänder), Hüllen (z.B. für den Mutterpass), Kissen, Mobiles und Girlanden, Lätzchen und Halstücher, Utensilos…. Vieles davon besitze ich allerdings auch schon, weil viele ähnliche Schnitte kostenlos im Internet zu finden sind.

Der Nähtest: ein Wickeltäschchen

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In diesem Buch habe ich mich für ein Windeltäschchen entschieden (hüstel, hüstel, mal schnell zum Creadienstag damit). Im Bekanntenkreis kommt demnächst ein Baby zur Welt. Ich finde es sehr passend als Geschenk zur Geburt und als Mama auch sehr praktisch für unterwegs.

Das Wickeltäschchen habe ich ohne Probleme und sehr fix nähen können. Die Erklärungen sind sehr ausführlich. Hinein passen zwei bis drei Windeln und eine Packung Feuchttücher. Das reicht vielleicht für den Gang zum Supermarkt, weniger für den Tagesausflug, vor allem, wenn man am liebsten auch noch eine dieser Wegwerf-Wickelunterlagen hineinpacken möchte. Aber natürlich lassen sich am Schnitt leicht noch 1-2 cm an jeder Seite hinzufügen.

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Schwierigkeitsgrad

Absolut für Anfänger geeignet. Viele Schnitte bestehen aus geraden Nähten. Es ist alles gut erklärt, teils mit einzelner Schritt-für-Schritt-Bebilderung.

Die erklärten Nähtechniken & Stoffempfehlungen

Dieser Abschnitt ist mit vier Seiten sehr knapp gehalten, aber bei der niedrigen Schwierigkeitsstufe auch nicht weiter verwunderlich. Schön: Ein eigenes Kapitel gibt am Ende über die verschiedenen Möglichkeiten des Applizierens Auskunft.

Kaufen: ja oder nein?

Wer schon Stunden damit verbracht hat, geeignete Schnitte im Internet herauszusuchen, wird sicher auf das Buch verzichten können. Es ist aber perfekt für werdende Mütter oder solche, die gerade ein Baby bekommen haben – auch als Geschenk. Oder eben für jene, die gerne frisch gebackene Eltern mit Selbstgenähtem beschenken. Ein Griff ins Buchregal und schon gibt’s viele schöne, schnelle und leicht nachzunähende Ideen.

Passend zum Regenwetter…

… zeige ich euch heute eine Wolkenkombi, auch wenn’s auf dem Jersey Schön-Wetter-Wölkchen sind. Die Hose ist nach dem Ottobre-Schnitt „Giant Triangle“ aus Heft 6/2013 entstanden. Nach der Anleitung von Olilu habe ich eine Wendehose daraus gemacht. Von innen ist sie allerdings ganz langweilig weiß, mir ging es eher darum, dass das Teil durch die doppelte Stofflage im Winter schön kuschelig warm hält. Eigentlich soll die Nahtzugabe am Beinsaum innen zwischen beiden Stofflagen liegen. Das Gefummel habe ich mir allerdings gespart, die Nahtzugabe ist jetzt also von innen zu sehen, aber das bemerkt ja niemand. Am Bauch habe ich zudem statt eines Gummibands ein Bauchbündchen eingearbeitet, geht fix und ist richtig schön bequem.

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Passend dazu gibt’s ein Wolken-Raglan-Shirt. Den Schnitt dafür habe ich ebenfalls aus der Ottobre („Lil‘ Darling“ aus Heft 4/2013). Eigentlich sollte es oben am Kragen noch einen Schlitz haben, doch den habe ich mir komplett gespart.

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Genutzt hat’s nichts, denn gelungen ist es mir auch trotz dieser Schnittvereinfachung nicht. Das Halsbündchen ist total ausgeleiert, also nochmal alles aufgetrennt und neuer Versuch… Doch inzwischen hatte sich der Wolkenjersey so verzogen, dass da nicht mehr viel zu retten war. Naja, passt halt jetzt locker über den Kopf!

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Immerhin sind die Bündchen am Ärmel einigermaßen was geworden.

wolkenshirt1 KopieBeides wandert nun zu Made4boys und Kiddikram.