Ottobre-Hose Trick: Perfekt für den späten Sommer!

Herrlich ist es, diese letzten schönen Sommertage zu genießen. Ich mag gar nicht daran denken, wie es sein wird, bald wieder lange Hosen und Pullover zu tragen und den Kleiderschrank wieder auf den Kopf zu stellen, um in den Regalen die Sommer- gegen die Winterkleidung auszutauschen.

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Ein Kleidungsstück, das demnächst wieder in der Versenkung verschwinden wird, ist auch diese selbstgenähte Jerseyhose vom Sohnemann – in der Hoffnung, dass sie nächstes Jahr noch passt. Aufgrund der Dreiviertellänge hatte er sie oft an. Gerade passt sie wunderbar, wenn es morgens noch frisch ist, der Tag aber heiß wird.

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Der Schnitt stammt aus der Ottobre 3/2016. Eigentlich wird das Vorderteil im Bruch zugeschnitten. In der Ottobre-Nähgruppe auf Facebook (Ottobre SMs näher helfen nähern) habe ich aber vorab an einigen Beispielen gesehen, dass dann vorne in der Mitte Stoff zu viel ist und das unschön aussieht. Also habe ich improvisiert, das Vorderteil statt im Bruch zwei Mal zugeschnitten und etwas Weite weggenommen. Passt!

 

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Nähbuch-Test: „Taschenlieblinge selber nähen“ von Pattydoo

 

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Noch selten habe ich es erlebt, dass ein Nähbuch einen solchen Hype auslöst. Wie viele andere interessierte Näherinnen habe ich trotz Vorbestellung einige Tage nach dem Veröffentlichungsdatum warten müssen, bis ich es schließlich vom Versandhandel zugeschickt bekam.

Es geht um das Buch „Taschenlieblinge selber nähen“ von Pattydoo (erschienen im Christophorus Verlag, Preis: 16,99 Euro), die viele bereits aufgrund ihres Blogs, ihrer Schnittmuster und Nähvideos kennen. Ich selbst habe bereits das T-Shirt Leo nach ihrem Schnitt genäht.

Das sind die Nähprojekte

Insgesamt gibt es 14 verschiedene Taschenschnitte, wobei der Begriff Tasche weit gefasst ist. Er reicht von der Tablethülle und dem Stiftemäppchen über das Portemonnaie und die Handtasche bis zur geräumigen Reisetasche.pattydoo_taschenlieblinge2

 

Jede Tasche hat ihr eigenes Extra, zum Beispiel die Hobo-Bag, die sich mit einem Reißverschluss an den Taschenseiten und dem -boden vergrößern lässt (Tasche auf dem Buchcover). Es werden auch unterschiedliche Materialien verwendet wie Oxfordgewebe und (Kunst)Leder. Oft ist es mit einem Endlosreißverschluss als Zubehör nicht getan, sondern auch D-Ringe, Karabiner oder Verschlüsse in bestimmten Größen werden benötigt, ebenso Einlagen zur Verstärkung. Wer eine der Taschen nähen will, sollte also vorab den Besuch im Stoffladen einplanen (ich zumindest bin zubehörtechnisch nicht so gut ausgestattet).

Der Nähtest

Weil ich relativ spontan eine Tasche aus dem Buch nähen und mit etwas Einfachem starten wollte, habe ich mir die Tablethülle ausgesucht für meinen Nähtest. Es gibt sie in zwei Größen, mein E-Book-Reader passt in das kleinere Modell perfekt hinein.

Jede Anleitung ist bebildert:

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Es ist sicher positiv, dass bei ein und dem gleichen Modell mehrere Varianten möglich sind. Nur leider führt es in diesem Fall zu Verwechslungen. Genäht wird in der Anleitung das große Modell, das über eine zusätzliche Außentasche verfügt. Diese befindet sich auf der Vorderseite (folgendes Foto, linkes Modell, Brillenstoff), die Taschenklappe somit auf der Hinterseite (nicht sichtbar). Nun habe ich bei dem kleinen Modell aber die Außentasche weggelassen, so dass die Klappe sich auf der Vorder- und nicht auf der Hinterseite befindet (rechtes Modell). Auf diesen Unterschied wird in der Anleitung allerdings nicht eingegangen und wer nicht mitdenkt, näht schnell mal die falschen Teile zusammen.

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Ich schaffte es noch, die fertige Taschenklappe an die richtige Seite zu nähen. Die nächste Hürde kam dann beim Aneinandernähen aller übrigen Schnittteile. Da ich nicht nur die Außentasche weggelassen hatte, sondern auch die Gurtbandverzierung auf der Vordertasche, dann auch noch Vorder- und Hinterseite bei mir und in der Anleitung nicht überein stimmten, kam ich mit der Beschreibung im Buch und auch den Anleitungsfotos nicht weiter. Großer Knoten im Kopf.

Ich habe mich dann an eine Handyhülle erinnert, die ich vor einiger Zeit genäht habe und die ähnlich ist. Mit der Anleitung dazu ist es mir dann gelungen.

Ich habe die einzelnen Schritte mitfotografiert – für alle, die die Tablethülle noch nähen wollen und ebenfalls rätseln. Bitte einmal auf das erste große Foto klicken, dann öffnet sich die Bildergalerie mit den Erläuterungen.

Wie ich im Nachhinein gesehen habe, hatte sich auch ein Fehler in die Anleitung eingeschlichen. Alle Korrekturen zum Buch sind auf der Seite von Pattydoo zu finden. In neueren Auflagen ist das evt. schon berichtigt.

So sieht meine Tablethülle am Ende aus. Das Gurtband ist etwas kürzer als im Original:

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Der E-Book-Reader passt bestens hinein.

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Die erklärten Nähtechniken

Zu Beginn des Buchs geht Pattydoo bzw. Ina auf die passenden Stoffe, Vlieseinlagen und weiteres Zubehör ein. Einige Tipps gibt es zudem zum Abpausen der Schnittteile, zum Zuschneiden und Nähen.

Pattydoo ist unter anderem so beliebt, weil Ina Nähvideos anfertigt. Beim T-Shirt Leo hatte ich das selbst getestet und fand es super, da Text und bewegtes Bild einfach leichter verständlich sind als Text und Fotos wie sonst in klassischen E-Books. Sicherlich wäre es viel zu aufwändig geworden, zu jeder Tasche ein Video anzufertigen. Allerdings gibt es zehn Nähvideos zum Buch, in denen einzelne Nähschritte erklärt werden, zum Beispiel das Annähen eines Reißverschlusses. Bei jeder Anleitung wird auf das passende Video verwiesen. Die Videos sind auf Youtube abrufbar und daher nicht nur für Käufer des Buchs interessant.

Kaufen – ja oder nein?

So sehr ich das durchdachte E-Book inklusive Video zum Shirt Leo geschätzt habe, so wenig kam ich nun mit der Buchanleitung zurecht. Natürlich lässt sich immer die Frage stellen: Bin ich zu blöd oder ist die Anleitung nicht gut gemacht? Ein anderes Modell habe ich bisher noch nicht aus dem Buch ausprobiert, auch wenn die Hobo-Bag auf dem Cover mich noch reizt.

Wer Interesse daran hat, auch mal kompliziertere Schnitte oder noch nie vernähte Stoffe auszuprobieren, der ist mit diesem Buch sicherlich gut bedient. Wobei „Taschenlieblinge selber nähen“ auch für Anfänger geeignet ist, da jedes Nähniveau abgedeckt ist. Die Auswahl an Modellen ist dann eben geringer.

Ob die Modelle dem eigenen Geschmack und Nähniveau entsprechen, ist natürlich von jedem Einzelnem abhängig. Daher würde ich vor dem Kauf einen Blick ins Inhalsverzeichnis empfehlen, um zu schauen, ob etwas Passendes dabei ist.

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Kennt ihr das Buch schon? Welche Eindrücke habt ihr davon gewonnen?

Turnbeutel „Josie“

Kurz vor Ende des Monates Januar schaffe ich es also noch zum ersten Blogbeitrag des Jahres. 😉 Heute lasse ich kurz und knapp die Bilder sprechen. Genäht habe ich den Turnbeutel „Josie“ nach einem kostenlosen Schnittmuster von Frau Fadenschein. Ein schöner und einfacher Schnitt und eine super Anleitung.

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Eigentlich hat der Turnbeutel auf der Vorder- und Rückseite jeweils oben und unten unterschiedliche Stoffe. Ich habe jedoch nur eine Vorder- und eine Rückseite verwendet, weil mir mein Stoff zu schade war zum Durchschneiden.

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Man kann die Schnur natürlich unten auch beidseitig in die Schlaufen einfädeln, dann ist er auf dem Rücken tragbar.

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Unten hat der Turnbeutel einen schmalen Boden, so dass schön viel Platz ist.

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Meine Weihnachtskarten

Das Basteln von Weihnachtskarten gehörte in meiner Kindheit lange zum Advent. Jedes Jahr haben wir uns zuhause ein Motiv ausgesucht und losgelegt. In diesem Jahr habe ich nun angefangen, mehr mit Papier zu gestalten und deshalb fand ich es schön, nach langer Pause wieder selbst Weihnachtskarten herzustellen. So ganz sind sie mir mit dem Stempel noch nicht gelungen, ich werde wohl noch etwas üben müssen. Also bitte nicht so ganz genau hinschauen 😉

Hier hat es mir das Papier wirklich einfach gemacht, denn das Motiv mit schneebedeckten Hügeln, Himmel und Tannenbaum rechts unten bestand schon so. Dazu passend gab es einen Tannenbaum-Stempel (links).

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Ähnlich sind diese beiden Minikärtchen ausgefallen:

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Und Versuch Nummer drei in Blau:

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Bei der folgenden Karte habe ich mich motivtechnisch auf Pinterest inspieren lassen. Viele Karten sind mir zu aufwändig und überladen, für manche fehlt mir das Material, aber andere sind schön schlicht und für mich eine gute Vorlage, die es noch ein wenig abzuwandeln gilt.

In Rottönen gab es dann diese Sternenkarte, die so ähnlich ist wie diese Karte:

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Und nachdem die Karten nun schon alle auf dem Weg zu Freunden und Familie sind, möchte ich auf meinem Blog die Gelegenheit nutzen und euch ein frohes und besinnliches Weihnachtesfest zu wünschen. Macht’s euch schön!

Kerstin

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Sommershorts aus Ottobre-Schnitt

Während viele andere gerade im Urlaub sind, haben wir die schönsten Wochen des Jahres schon hinter uns. Gerade vor unserer Reise habe ich kurz vor knapp viel genäht und will euch heute die Sommershorts zeigen. Vier Exemplare sind es geworden – ausgehend von einem Ottobre-Schnitt. Hätte ich das Original genäht, wäre es vermutlich nur eine geworden…

Ich habe die Sommershorts – Modell „Grasshopper“ aus der Ottobre 3/14 – extrem vereinfacht. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich sie hier nicht zeigen, aber auf der Ottobre-Seite (S. 7) könnt ihr sie euch anschauen.

Daher nun in Worten: Eigentlich besteht die kurze Jeserhose aus dem eigentlichen Hosenteil mit Bauchbündchen und integriertem Gummiband, zwei Vorder- oder einer aufgenähten Gesäßtasche und besitzt wie bei diesen kurzen, schlabberigen Joggingshorts Rundungen und einen seitlichen Schlitz an jedem Bein. Und genau dieser Beinsaum wird mit Bündchen versäubert.

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Das war einfach zu viel des Guten für mich, gerade die Bündchenversäuberung gelingt mir nicht immer und raubt mir oft den letzten Nerv. Also erst einmal weg mit den Taschen und her mit einem geraden Beinabschluss, bei dem man die Nahtzugabe einfach nur nach innen wendet und beim Nähen mitversäubert.

Falls ihr die Hose auch vereinfachen wollt: Unten seht ihr das Rückteil, mit Bleistift ist die Rundung unten rechts eingezeichnet. Ich habe nun einfach die Seitenlinie rechts und unten die Beinabschlusslinie unten verlängert, so dass die Rundung schon einmal weg war (hellblaue Linie). Eine Hose habe ich so genäht, aber dann festgestellt, dass sie ziemlich weit ist (siehe Foto unten, weiß-petrol-gelber Stoff). Daher habe ich sie etwas verengt (orangefarbene Linie).
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Zwei Hosen habe ich sogar ohne Gummi im Bund genäht, aber ich muss zugeben, dass sie sehr locker sitzen, obwohl ich das Bündchen enger genäht habe. Ansonsten aber schön kurz bei heißem Wetter und super bequem! Außerdem ein gutes Projekt, um ein paar Stoffreste loszuwerden.

Ich habe noch einige T-Shirts dazu genäht und kann euch den Schnitt zum Kindershirt „Leo“ von Pattydoo sehr empfehlen. Er startet bei Größe 92, geht bis Größe 146 und kostet gerade mal 2,99 Euro. Ich werde den Schnitt sicherlich noch häufig nutzen. Es gibt auch ein Erklärvideo dazu. Ich habe es sowohl mit Bündchen am Armausschnitt als auch ohne genäht.

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Nähbuch-Test: „Kissenkult – Lieblingskissen selber nähen“

Ohje, schon so lange her, dass ich das letze Mal gebloggt habe. Und warum? Weil ich in meiner knappen Freizeit einfach viel zu sehr damit beschäftigt war, rechtzeitig ein paar Sommerklamotten fertig zu bekommen, bevor es in den Urlaub ging. Ja, während andere noch der schönsten Zeit im Jahr entgegenfiebern, sitze ich nun bestens entspannt, gebräunt und mit hoffentlich noch einigen Sommerwochen vor mir vor dem Computer.

Doch statt T-Shirts und Shorts gibt es heute einen weiteren Beitrag aus meiner Serie „Nähbuch-Tests“. Ausgewählt habe ich diesmal „Kissenkult – Lieblingskissen selber nähen“ von Yvonne Jahnke vom Blog Leni Pepunkt (Edition Michael Fischer, 9,99 Euro).

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Das sind die Nähprojekte

Im Buch sind 15 verschiedene Kissenarten zu finden, vom Sitzkissen über die Nackenrolle bis zum Kirschkernkissen.

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Geeignet sind sie für die eigene Couch aber auch fürs Kinderzimmer. Witzig sind jene Exemplare, bei denen die Form eben nicht traditionell rechteckig ist, wie beispielsweise die Gitarren-, das Anker- oder auch die Buchstabenkissen.

Auch wenn ich mich nun nicht selbst auf einem Kissen sehen muss, finde ich die Idee originell, ein Portrait von sich oder von Familienmitgliedern auf Transferfolie zu drucken und das Bild dann auf den Stoff zu bügeln. Das habe ich so noch nirgends gesehen.

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Dem Buch sind die Schnittmuster begeigefügt – definitiv ein Plus und für mich ein Muss. Wer hat schon Lust, zum Vergrößern in den Copyshop zu rennen oder sich den Schnitt herunterzuladen und auszudrucken, wenn er ein Buch kauft?

Der Nähtest

Besonders angetan hat es mir das „fruchtige Apfelkissen“. So süß!

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Jeder Schritt wird anhand eines Fotos und eines Anleitungstextes erklärt. Es ist mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad drei ausgewiesen, wobei ich sagen würde, dass es auf jeden Fall für Anfänger geeignet ist, auch aufgrund der guten Erklärungen. Die größte Anstrengung dürfte wohl sein, Rundungen zu nähen. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Ich denke, es eignet sich gut als Geschenk für kleinere Kinder.

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Der Schwierigkeitsgrad

„Kissenkult“ ist ein absolut für Anfänger geeignetes Nähbuch. Bei einem Kissen kann man schließlich im Gegensatz zu mancher Tasche oder manchem Kleidungsstück wenig falsch machen. Zudem sind die Erklärungen detailreich, viele Fotos veranschaulichen die einzelnen Schritte. Fortgeschrittene finden hier und dort noch eine neue Inspiration.

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Die erklärten Nähtechniken

Auf zwei Doppelseiten werden zu Anfang die Grundausstattung und die Nähtechniken erläutert, sprich der Matratzenstich, das Versäubern und das Applizieren.

Weitere Nähkniffe – wie das Anbringen einer Paspel, eines Reißverschlusses oder der Hotelverschluss – werden gezeigt, wenn sie bei einem bestimmten Exemplar umgesetzt werden. Von daher kann man sich einzelne Techniken rausgreifen, wenn das Kissen im Buch nicht so gefällt und man eine andere Idee im Kopf hat.

Kaufen – ja oder nein?

Wie das immer so ist bei Nähbüchern: Es gibt Projekte daraus, die einem so gut gefallen, dass man das Buch kauft und andere, von denen man sofort weiß, dass man sie nie umsetzen wird. So ist das auch bei „Kissenkult“. Den Apfel musste ich einfach nachmachen. Jedoch werde ich wahrscheinlich kaum Stoff mit Farbspritzern und einem „relax“-Schriftzug versehen, um daraus einen Bezug für einen Schaumstoffwürfel zu machen. Ist einfach Geschmackssache.

Wer gerade mit dem Nähen gestartet ist und einige einfache und originelle Ideen sucht, wird hier gewiss fündig und kann einiges lernen. Insofern ist das Buch keineswegs ein Reinfall und für knapp zehn Euro sein Geld wert. Wer aber nur einmal eben rechteckige Exemplare mit oder ohne Reißverschluss nähen will, bei denen der Stoff allein schon der Hingucker ist, der findet diese Basics auch gratis im großen, weiten Netz erklärt.

Weitere Nähbuch-Tests:

Miriam Dornemann: Tolle Taschen selbst genäht

Mme ZsaZsa: “Rock-Festival”

Susanne Bochem: “Mama-Baby-Nähbuch”

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7 Tipps für einen Ratz-Fatz-Adventskalender

Ich habe mich kaum getraut zu schauen, wann ich das letzte Mal gebloggt habe. Wooaaah, schon fast zwei Monate her, dass ich den Kinder-Sweatshirt-Pulli genäht und gepostet habe. In letzter Zeit ging’s hier aber auch drunter und drüber und meine Nähmaschine stand still. Aber natürlich kann es nicht in den Dezember gehen, ohne dass ich einen Adventskalender genäht habe. Da die Zeit bei mir immer viel zu knapp ist, musste es eine schnell umsetzbare Version werden. Für alle, die noch die letzten Novembertage nutzen möchten, um auf die Schnelle 24 Säckchen zu nähen, gebe ich in diesem Tutorial sieben Tipps zum Zeitsparen. Los geht’s!

Die Säckchen haben ein Maß von 16 x 11 cm. Als Schnittmuster dient daher ein Rechteck im Maß 32 x 13 cm. Es wird später gefaltet und nur an zwei Seiten mit je 1 cm Nahtzugabe genäht.

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Ich habe drei verschiedene Stoffe benutzt, die alle 1,40 Meter breit waren. Aus jedem Muster entstanden so acht Säckchen. Es genügte ein Stoffstreifen von je 40 cm Länge.

Tipp 1 zum Zeitsparen: Effektives Zuschneiden

Jeder Stoffstreifen wird zunächst der Länge nach gefaltet (rechts auf rechts) und gebügelt, so dass die späteren Säckchen schon richtig zusammengelegt sind.

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Tipp 2: Das richtige Werkzeug verwenden

Sehr praktisch ist bei diesen Säckchen eine Zackenschere, denn damit sparen wir uns das Versäubern des Stoffes an der Öffnung. Den Stoff mit der Zackenschere in 16 cm Abstand zur gefalteten Kante abschneiden.

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Sehr hilfreich ist bei solchen Arbeiten auch ein Rollschneider. Mit einem Lineal lassen sich leicht 13 cm abmessen, um nun die einzelnen Säckchen zuzuschneiden.

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Voilà, 24 Stoffteile ausgeschnitten und bereits sauber gefaltet.

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Tipp 3: Auf Stecknadeln verzichten

Jetzt geht´s ans Nähen. Ich habe hier komplett aufs Fixieren mit Stecknadeln verzichtet. Die Säckchen sind so klein und zudem aus griffigem Baumwollstoff, so dass nichts verrutscht. Gestartet wird an der gefalteten Seite.

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Tipp 4: Markierungen weglassen

Als ich angefangen habe zu nähen, habe ich mir überall Linien auf den Stoff gezeichnet. Das ist hier allerdings nicht nötig, schließlich gibt es Orientierungslinien an der Nähmaschine und da es sich hier um gerade Nähte handelt, können wir locker auf Markierungen verzichten.

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Tipp 5: Zwei Schritte in einem

Statt nach jeder Naht zur Schere zu greifen und die Fäden sauber abzuschneiden, machen wir dies nach dem Nähen in einem Arbeitsgang. Zugleich schneiden wir an der gefalteten Seite an der Nahtzugabe die Ecken weg.

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Jetzt bitte wenden und die Ecken mit einem spitzen Gegenstand ausformen. Wer mag, bügelt einmal über die Säckchen.

Tipp 6: Wir lassen uns helfen

Haben wir da nicht was vergessen? Genau! Die Adventskalenderzahlen. Andere Applizieren, aber das dauert zu lange und bei meinen gemusterten Stoffen müssen nicht auch noch Zahlen darauf. Schneller geht’s mit Zahlenanhängern aus Papier. Und statt die selbst zu designen, klicken wir doch mal schnell durchs Internet und finden diverse Freebies zum Ausdrucken und Ausschneiden! Meine sind von Minidrops.

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Alternativen (auch bunt) findet ihr auf meinem Pinterest-Board „Weihnachten DIY“.

Folge Happy in Aprils Pinnwand „Weihnachten diy“ auf Pinterest.

Tipp 7: Lasst uns minimalistisch bleiben

Andere fassen beim Nähen der Seiten gleich noch ein Band mit oder entscheiden sich gar für einen Tunnelzug. Was für ein Gefummel! Ich habe zum Schluss die Säckchen mit einem Stück Dekoband geschlossen. Zugleich wird daran die Adventskalenderzahl befestigt. Fertig!

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Nun muss ich den Adventskalender nur noch füllen. Wie er aufgehangen aussieht, zeige ich euch in den nächsten Tagen!

Und nun mal schauen, wer sonst noch so beim Creadienstag versammelt ist. Dieser Beitrag ist auch verlinkt zur X-MAS Linkparty